Mit jahrelanger Erfahrung in Rehabilitationsklinik begleitet Adela Burkhardt Menschen auf ihrem Weg zu mehr seelischer Gesundheit und innerer Stabilität.
Ylenia Bruno
Bachelor of Science Psychologie
Seit 2025 gehört Ylenia Bruno zu unserem Team und übernimmt mit die Infoabende für Therapeuten und Patienten.
ADHS im Erwachsenenalter – wenn Gedanken rasen und der Alltag zur Herausforderung wird.
Viele Erwachsene merken erst spät, dass ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) die Ursache für langjährige Schwierigkeiten im Beruf, in Beziehungen oder im Selbstwert sein könnte. Die Diagnose bringt oft Klarheit – und eröffnet neue Wege der Unterstützung.
ADHS ist längst nicht mehr nur ein Thema im Kindesalter – auch immer mehr Erwachsene erhalten die Diagnose, insbesondere bei der sogenannten impulsiven Ausprägung. Viele Betroffene beschreiben das Gefühl, ständig „unter Strom zu stehen“, was nicht nur für sie selbst belastend ist, sondern auch ihr Umfeld stark beanspruchen kann.
Deshalb unterstützen wir nicht nur Menschen mit ADHS selbst, sondern stehen auch ihren Angehörigen beratend zur Seite. Ein ganzheitlicher Blick auf die Herausforderungen und auf die Stärken, hilft allen Beteiligten, besser mit der Situation umzugehen.
Erscheinungsbild:
Kernsymptomatik:
Nach ICD-10 und DSM-IV beschreiben folgende Phänomene unabhängig vom Lebensalter als Kernsymptomatik:
Aufmerksamkeitsdefizit
(motorische) Hyperaktivität
Impulsivität
Infolge der Kernsymptomatik treten in der Regel weitere Symptome, wie chronische innere Unruhe, Vergesslichkeit und starke Stimmungsschwankungen auf, die zu Problemen in der Lebenführung und Alltagsbewältigung führen.
ADHS und Neurodiversität:
ADHS ist ein neurodiverses Erscheinungsbild, das sich in verschiedenen Bereichen des Denkens, Fühlens und Handelns zeigt. Bei ADHS kommt es zur Störung des Dopamin- und Noradrenalinspiegels, das bei schwerer Ausprägung zu einer Vielzahl von psychosozialen Belastungen führt.
Die sogenannte Utah-Kriterien beschreiben typische Merkmale, die häufig bei Erwachsenen mit ADHS beobachtet werden. Dazu zählen eine ausgeprägte Unaufmerksamkeit, bei der es schwerfällt, sich länger auf Aufgaben zu konzentrieren, etwa wenn man etwas holen möchte und dabei leicht abgelenkt wird. Hyperaktivität äußert sich nicht nur in körperlicher Unruhe, sondern auch in einem inneren Getriebensein. Impulsivität zeigt sich in spontanen Entscheidungen oder Handlungen ohne ausreichende Überlegung.
Viele Betroffene berichten außerdem von Stimmungsschwankungen, sprachlichem Durcheinander sowie einem überbordenden Temperament, das oft zu desorganisiertem Verhalten führt. Auch kann emotinale Überreaktivität (Stressintoleranz) eine weitere Ausprägung sein. Viele Betroffene berichten zudem von desorganisiertem Verhalten. Diese Symptome können den Alltag erheblich beeinträchtigen – sowohl beruflich als auch privat.
Beobachtete Probleme, beispielsweise im Conners-Test (ein Diagnoseinstrument für ADHS), umfassen unter anderem das Vermeiden oder Abbrechen von Aufgaben, Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung von Fokus und Anstrengung, sowie Probleme im Umgang mit äußeren und inneren Anforderungen. Auch das Selbstkonzept ist häufig betroffen – viele Menschen mit ADHS erleben sich selbst als „nicht genug“ oder „ständig scheiternd“, obwohl sie in vielen Bereichen außergewöhnliche Fähigkeiten mitbringen.
Ein Verständnis von ADHS als Teil der Neurodiversität hilft, diese Unterschiede nicht als Defizite, sondern als individuelle Ausprägungen des menschlichen Gehirns zu sehen. Wichtig ist es Sie individuell zu begleiten und unterstützende Strukturen zu schaffen – im Alltag, im Berufsleben und in der Gesellschaft.
Zu Beginn der Therapie steht eine ausführliche Diagnostik. Aufgrund der hohen Kormobilität bei ADHS ist neben der Diagnostik wichtig, die Krankheit in Bezug zu setzen in verschieden, eventuell auch wiedersprüchlichen, Ereignisse, Interaktionsformen, Dynamiken und Problemversuche und deren Auswirkungen auf die therapeutische Beziehung, somit ist ein breites Bild der Problematik nachvollziehbar. Viele Betroffene kommen infolge von Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen in die Praxis. Diese können folgen von ADHS sein, müssen es aber nicht. In der Therapie geht es nicht nur darum, Symptome zu lindern, sondern vor allem darum, den eigenen Alltag besser zu strukturieren, Selbstwert aufzubauen und neue Strategien im Umgang mit Herausforderungen zu entwickeln. ADHS wird oft multimodal behandelt – d. h. durch eine Kombination aus Psychotherapie, Psychoedukation, ggf. medikamentöser Unterstützung und Alltagshilfen. Ein zentraler Bestandteil der Therapie ist die Aufklärung über ADHS –die sogenannte Psychoedukation. Dieses Wissen hilft, sich selbst besser zu verstehen und den eigenen Umgang mit ADHS aktiv zu gestalten.
Wenn Sie sich in den beschriebenen Symptomen wiederfinden oder den Verdacht haben, dass ADHS eine Rolle in Ihrem Leben spielt, laden wir Sie herzlich zu einem unverbindlichen Erstgespräch ein.
Unsere praxisorientierten Seminare richten sich an approbierte Psychotherapeuten, Therapeuten in Ausbildung und Psychologen, die ihr Wissen rund um ADHS vertiefen und ihr therapeutisches Handeln gezielt erweitern möchten.
ADHS ist mehr als nur Unruhe oder Unaufmerksamkeit, vor allem im Erwachsenenalter zeigt sich die Störung oft komplex, verdeckt und begleitet von vielfältigen komorbiden Symptomen. Für Psychotherapeuten stellt die Arbeit mit ADHS-Betroffenen daher besondere Anforderungen an Diagnostik, Beziehungsgestaltung und Intervention.
Fachwissen vertiefen. Handlungssicherheit gewinnen. Menschen besser verstehen.
ADHS ist mehr als nur Unruhe oder Unaufmerksamkeit – vor allem im Erwachsenenalter zeigt sich die Störung oft komplex, verdeckt und begleitet von vielfältigen komorbiden Symptomen. Für Psychotherapeut:innen stellt die Arbeit mit ADHS-Betroffenen daher besondere Anforderungen an Diagnostik, Beziehungsgestaltung und Intervention.
Unsere Fortbildungsseminare vermitteln Ihnen fundiertes Wissen, praxisnahe Methoden und therapeutisches Handwerkszeug für die Behandlung von ADHS im Erwachsenenalter.
Für wen sind die Seminare gedacht?
Unsere Veranstaltungen richten sich an:
Psychologische und ärztliche Psychotherapeut:innen
Therapeut:innen in Ausbildung (PiA)
Fachärzt:innen für Psychiatrie / Psychosomatik
Therapeutisch tätige Heilpraktiker:innen mit Schwerpunkt Psychotherapie
Vorkenntnisse im Bereich ADHS sind nicht zwingend erforderlich – Neugier und Offenheit genügen.
Seminarinhalte – je nach Termin & Format:
Grundlagen & neurobiologisches Verständnis von ADHS
ADHS in der therapeutischen Beziehung: Strukturbedarf & Affektdynamik
Strategien zur Förderung von Selbstorganisation, Impulskontrolle & Emotionsregulation
Arbeit mit Prokrastination, Scham & Selbstwertthemen
Psychoedukation & Systemischer Einbezug von Angehörigen
Vorstellung bewährter Materialien & Tools für die Praxis
Die Seminare bieten eine Mischung aus Fachvortrag, Praxisübungen, Kleingruppenarbeit und Fallbeispielen. Ziel ist, das Erlernte direkt in den therapeutischen Alltag zu übertragen.
Aktuelle Termine & Anmeldung
Unsere Fortbildungsseminare vermitteln Ihnen fundiertes Wissen, praxisnahe Methoden und therapeutisches Handwerkszeug für die Behandlung von ADHS im Erwachsenenalter.
Im Mittelpunkt stehen:
Diagnostik und Differenzialdiagnostik bei ADHS im Erwachsenenalter
Komorbiditäten und Fallstricke
Verhaltenstherapeutische und integrative Behandlungskonzepte
Therapeutischer Umgang mit Impulsivität, Selbstwert und Prokrastination
Wenn Sie sich in einer belastenden Lebenssituation wiedererkennen, unter Ängsten leiden oder einfach das Gefühl haben, dass es Zeit ist, etwas für Ihre seelische Gesundheit zu tun – dann sind Sie herzlich eingeladen, sich unverbindlich zu informieren.
In unseren Infoterminen erhalten Sie einen ersten Einblick in unsere therapeutischen Angebote, unsere Arbeitsweise sowie die organisatorischen Abläufe. Sie haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen, unsere Räume kennenzulernen und ein Gefühl dafür zu bekommen, ob unser Angebot zu Ihnen passt.
Psychische Belastungen betreffen nie nur eine einzelne Person – sie haben auch Auswirkungen auf das familiäre und soziale Umfeld. Umso wichtiger ist es, dass sowohl Betroffene als auch Angehörige gut informiert, gestärkt und begleitet werden.
Unsere Infoabende richten sich an Menschen mit psychischen Belastungen ebenso wie an Angehörige, Partner oder Freunde, die unterstützen möchten und selbst nach Orientierung suchen.
Was erwartet Sie?
Einblick in unser therapeutisches Angebot
Informationen zu typischen Krankheitsbildern und Bewältigungsstrategien
Raum für Fragen, Austausch und erste Impulse zur Entlastung
Verständnis fördern – bei sich selbst und anderen
Wir möchten einen sicheren und offenen Raum schaffen, in dem Verständnis, Aufklärung und gegenseitige Unterstützung im Mittelpunkt stehen.
Ganz gleich, ob Sie sich schon sicher sind oder noch unschlüssig – ein Infotermin ist der erste Schritt in Richtung Veränderung.